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So traurig der Anlass auch ist die Spekulationen in der Presse zu möglichen Ursachen sind ungenau – oft nur eine Hexenjagd auf der Suche nach einem Geeigneten Sündenbock.

Ich selbst habe noch nie vergleichbar grosse Events organisiert aber ähnlich eng (4 Personen je m²) und voll kann es Auch bei vergleichsweise kleinen Veranstaltungen werden.

Die Besucherzahl auf dem Gelände war zu keinerzeit das Problem. 200.000 nach Auswertung der Luftbilder wie die FTD berichtet.  Die 1,4 Mio. waren Propaganda.

Was ich als Problem sehe war das nur ein Zugang und Abgang zu dem Gelände vorhanden war.  Die Ströme in beide Richtungen wurden nicht getrennt. (Ein Zaun in der Mitte des Tunnels und entsprechedes Regulierendes Personal um die Bewegungsrichtungen zu trennen wäre ein simples aber nützliches Rezept gewesen)

Die Toten sind weder Abgestürzt noch von Irgendetwas erschlagen worden Sie Starben laut Handelsblatt.com an Brustquetschungen. Das deutet darauf hin das die Bewegungsströme vom Gelände herunter und auf das Gelände aneinander geraten sind und durch den enormen Druck der jeweils Nachfolgenden wurden die Menschen buchstäblich zerquetscht.  Das erklimmen der Zäune war der Versuch sich aus dieser Situation zu retten.  Also Symthom nicht Ursache.

Das die nächdrängenden Menschen warscheinlich nicht sofort per Lautsprecherdurchsagen oder Ähnliches auf die Situation Aufmerksam gemacht wurden um von Ihrem Drängen abzulassen ist das nächste Problem. Denn 100 Meter weiter konnten diese ja nicht Ahnen was sie mit Ihrem Vorwärtsdrang anrichten.

Eine Stadtverwaltung und auch eine Landesregierung hat in der Regel kein Personal welches fachlich ausreichend Quallifiziert ist um solche Veranstaltungen zu bewerten.

Das endgültige Aus für diese Veranstaltung finde ich überzogen. Man sollte daraus lernen und in der Zukunft solche Fehler vermeiden. Eine solche Menschenmengen lässt sich nur Schwehr kontrollieren daher sollte man eine Solch große Veranstaltung nicht einkesseln. In einer Innenstadt mit vielen zu und Abgängen wäre so etwas in der Form nicht geschehen denke ich.

Als Tontechniker hat man auch immer mit Budgetproblemen zu kämpfen. Was die Qualität des Sounds und des somit auch des technischen Equipments (PA Anlage, Mischpult, Mikrofone) angeht,  will man immer das bestmögliche. Kein Wunder ist doch der Konzertbesucher hier in der Regel recht verwöhnt. Auch wenn man als Musiker  noch keine Stadien zu füllen vermag ist man bestrebt beim potenziellem Fan einen bleibenden Endruck zu hinterlassen – und das dieser Positiv ist versteht sich ja von selbst oder ??

Was kann man nun also tun um den Miet Preis für die Tontechnik, beim PA Verleih deines Vertrauens,  möglichst gering zu halten?

1. Reduziere dich auf das Wesentliche !!!

Es gibt jede Menge tolle Pereferie Geräte – die wenigsten hiervon sind im Liveeinsatz unentberlich – nice to have – nicht mehr und nicht weniger. Auf jeden Fall treiben Sie den Preis nach oben.

2. Reduziere die Kanalzahl !!!

Große Mischpulte mit vielen Kanälen kosten auch großes Geld.  Oft werde ich gefragt wie man den Kanäle reduzieren kann.

Hier 2 Beispiele.

  • Im Regelfall nutzt man für das mikrofonieren der Drums 7 – 8 Mikrofonkanäle. Man kann jedoch ebensogut mit 3 – 4 Kanälen einen Super Sound bekommen (siehe Artikel Drums mikrofonieren mit nur 3 – 4 Kanälen) wenn man bedenkt das dann an jedem Drumkanal noch zumindest ein Noise Gate gehört um den Mix sauber zu halten, summiert sich da ganz schnell ein ordentlicher Kostenfaktor auf.
  • Keybords haben in der Regel einen Stereoausgang und besetzen somit 2 Kanalzüge. Jedoch gibt es vielleicht eine Handvoll Keybordmodelle die auch echtes Stereo Produzieren. 99 % haben ein trocknes Singnal am Ausgang wo auch Mono druntersteht und auf dem Andern das selbe Singnal mit ein wenig Chorus Effekt. Hier also nur den Monokanal über die DI-Box an das Mischpult weiter zu leiten ist sogar besser für den Gesamtsound. Das Instrument ist so besser im Stereopanorama zu verorten und auch der vom Tontechniker nicht beeinflussbare Chorus macht auch keine Probleme im Mix.

3. Reduziere die Anzahl der Bühnen-Monitore und auch der Monitorwege !!!

Überlegt euch vorher genau wer unbedingt einen Monitor zu hören bekommen muss und für wen es reicht seinen Amp zu hören und neben dem Schlagzeug zu stehen.  Im Proberaum hört Ihr alle im Regelfall den selben Mix.  muss das auf der Bühne wirklich anders sein ? In den meisten Fällen kommt man mit 1 -2 Monitorwegen bestens klar. Jeder Weg darüber hinaus macht wieder ein großes teures Mischpult notwendig.

FAZIT

Reduziert Euch auf das wesentliche und notwendige spart jedoch nicht an der Quallität der Komponenten der eingesetzten Technik – und immer dran denken: lieber günstig mieten – als billig kaufen.